Praktikumsprogramm schafft Karrierewege für Studierende aus der Region
Ausstellung im FIFA-Museum zeigt die Geschichte des Fussballs im Freedom Tower
FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht bei Absolventenfeier des Miami Dade College
FIFA-Präsident Gianni Infantino und Madeline Pumariega, Präsidentin des Miami Dade College (MDC), gaben offiziell eine wegweisende Partnerschaft bekannt, die den globalen Fussball und die Hochschulbildung in einer der Austragungsstädte der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ näher zusammenbringt.
Während der Veranstaltung im Freedom Tower in Miami betonten beide, dass die Zusammenarbeit den Studierenden beispiellose berufliche Perspektiven eröffnet und gleichzeitig den Status der Stadt als wichtiges Zentrum des globalen Fussballs festigt.
Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die akademische und berufliche Weiterentwicklung durch ein solides Praktikumsprogramm anlässlich der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™. Bereits 31 Studierende des MDC sind als Praktikanten zum FIFA-Team in Miami gestossen, wobei zehn von ihnen eine Vollzeitstelle innerhalb der Organisation übernommen haben.
„Die FIFA hat 211 Mitgliedsländer, also mehr als die UNO“, so Infantino. „Am Miami Dade College sind Menschen aus 167 Nationen eingeschrieben. Da das Miami Dade College im Prinzip mit der FIFA vergleichbar ist, war für mich und mein gesamtes Team klar, dass wir eine Möglichkeit finden mussten, mit dieser Einrichtung zusammenzuarbeiten. So entstand diese Partnerschaft, die nun immer weiter wächst.“
Zentraler Bestandteil dieser Kooperation ist die Ausstellung des FIFA-Museums mit dem Titel „Unidad – The World’s Game“, die derzeit im historischen Freedom Tower zu sehen ist. Auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern werden die Trikots aller 211 FIFA-Mitgliedsverbände präsentiert. Es handelt sich um die erste Ausstellung des FIFA-Museums in Nordamerika.
Im Freedom Tower gibt es auch eine Dauerausstellung namens „Libertad“, die die Geschichte von vor allem kubanisch-amerikanischen Leuten erzählt, die in Südflorida Zuflucht gefunden und ein neues Leben begonnen haben.
„Es ist kein Zufall, dass in Miami ‚Libertad‘ und ‚Unidad‘ hier im Freedom Tower zusammenkommen“, sagte Präsidentin Pumariega und wies auf die tiefe Verbindung zwischen dem College und dem Weltverband hin.
„Eine Partnerschaft funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Dafür müssen die Werte aller Beteiligten in Bezug auf Chancen, Zusammenarbeit und die Schaffung neuer Möglichkeiten übereinstimmen. Genau das hat Gianni zusammen mit seinem gesamten Team erreicht“, fügte sie hinzu.
„Unsere Studierenden stehen dabei im Vordergrund. Sie sagen mir immer wieder: ‚Ich hätte mich nie als Praktikant bei der FIFA beworben, wenn diese Einladung nicht vom Miami Dade College gekommen wäre.‘ Das zeigt, wie wichtig dieses Vertrauen ist bzw. wie wichtig es ist, solche Chancen zu schaffen.“
Die Zusammenarbeit umfasst neben Praktika auch eine Vortragsreihe, in der Fachleute des Weltverbands den Studierenden Einblicke in die Branche geben. Die Einrichtungen des MDC wurden auch für die Vorbereitung und Schulung der Schiedsrichter für die FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ genutzt. Dies wird auch bei der kommenden FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ wieder der Fall sein.
„In dieser Gemeinde leben 2,5 Millionen Absolventen des Miami Dade College. In fast jedem Haushalt in Miami gibt es jemanden, der in irgendeiner Form mit dem College in Verbindung steht, sei es als Studierender, Absolvent, Mitarbeiter oder Partner des Colleges. Dass die FIFA nun Teil dieser Miami-Familie wird, und zwar nicht nur geschäftlich, sondern durch eine echte Partnerschaft, wird meiner Meinung nach positive Auswirkungen auf unsere ganze Region haben“, fügte die Präsidentin des MDC hinzu.
Um die enge Beziehung zwischen dem Weltverband und dem College deutlich zu machen, kündigte Präsidentin Pumariega an, dass Infantino die Rede bei der jährlichen Absolventenfeier halten wird. Unter den bisherigen Gastrednern waren die ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, Bill Clinton, Joe Biden und George W. Bush.
County eingerichtet, die Rechts- und Compliance-Abteilung aus dem schweizerischen Zürich dorthin verlegt und im Gebäude die Vorbereitungen für die bevorstehende WM aufgenommen.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass die FIFA inzwischen ein fester Bestandteil von Miami ist und Miami ein fester Bestandteil der FIFA“, erklärte Infantino.
„Als wir hierherkamen, wussten wir nicht wirklich, was uns erwarten würde, aber schon bald stellten wir fest, dass wir eine besondere Verbindung zu diesem Ort haben. Wenn wir als Institution oder ich persönlich als FIFA-Präsident mit jemandem zusammenarbeiten, dann tun wir das mit ganzem Herzen oder gar nicht. Halbe Sachen machen wir nicht. Und diesen Grundsatz setzen wir hier voll und ganz um.“
In Miami werden während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ sieben Begegnungen stattfinden, darunter das Spiel um Platz drei. Jorge Mas, geschäftsführender Eigentümer des Major-League-Soccer-Franchise Inter Miami CF, zu dessen Spielern auch Lionel Messi gehört, zeigte sich überzeugt, dass das Turnier dazu beitragen werde, den Sport in den USA auf ein neues Level zu heben.
„Ich glaube, dass der Fussball in diesem Land zahlenmässig zum beliebtesten Sport werden wird. Meiner Meinung nach bietet uns die WM im Sommer jetzt die Chance, die USA zur weltweit führenden Fussballnation zu machen. Das ist das Ziel, danach streben wir, und so wird es auch kommen“, meinte er.